Stosswellentherapie - Physiotherapie Robert Christen GmbH

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Stosswellentherapie

Angebot
Stosswellentherapie     Radiale extrakorporale Stosswellen   
EMS SWISS DOLORCLAST®
 

Was ist die Stosswellentherapie?
Neue Perspektiven in der Behandlung von chronischen Sehnenansatzschmerzen und anderen knochennahen Weichteilbeschwerden hat ein Verfahren eröffnet, das ohne den Einsatz von Spritzen und Medikamenten auskommt, oft Operationen verhindern kann und kaum Nebenwirkungen verursacht: die Stoßwellentherapie.


Indikationen:

1. Hauptindikationen der Stoßwellentherapie sind:
  • Pseudarthrosen:  nicht heilende Knochenbrüche
  • Tendinosis calcarea: Kalk-Schulter mit oder ohne Schleimbeutelentzündung
  • Epicondylitis humeri radialis / ulnaris:  Tennis- oder Golfer-Ellbogen
  • Fasciitis plantaris:  Entzündung der Fußfascie mit oder ohne Fersensporn
  • Patellaspitzensyndrom:  jumpers knee
  • Morten-Syndrom
  • Rugby Knee:  Osgood-Schlatter
  • Achillodynie:  Entzündung, Vernarbung im Bereich der Achillessehne
  • Proximales Illiotibialis Tractus Syndrom: Scheuersyndrom
  • Bursitis trochanterica:  Schleimbeutelentzündung seitl. der Hüfte

2. Auch sehr gute Ergebnisse bei:
  • Impingementsyndrom (Kapselentzündung) der Schulter
  • AC-Gelenkarthrose
  • Gonarthrose
  • Andere chron. Entzündungen an Sehnenansätzen (Gute lokale Resultate bei Fibromyalgie)
  • Hüftkopfnekrosen
  • Osteochondrosis dissecans
  • Triggerpunktbehandlung bei Weichteilschmerzen
  • Spondylarthrosen / ISG-Reizungen
  • Zellulitis
Kontraindikation:

Absolute:
  • Bakterielle Entzündungen, frische Rupturen und Tumore im Behandlungsgebiet

Relative:
  • Einnahme bzw. Infiltration von COX I-Hemmer:  Kortisonhaltige Entzündungshemmer
  • Einnahme von COX II-Hemmer:  nicht kortisonhaltige Entzündungshemmer, z.B. Voltaren
  • Stosswellentherapie frühenstens 6 Wochen nach Kortison Verabreichung.
  • Tumore, Schwangerschaft, Blutgerinnungsstörungen (Bluter)
  • Osteoporose, Thrombosen
  • Akute Entzündungen, Wachstumsfugen bei Kindern
  • Grosse Gefässe und Nervenstränge im Behandlungsgebiet
  • Diabetischer Fuss






Risiken und Nebenwirkungen:

Die Stoßwellentherapie ist in der Regel eine sehr komplikationsarme Behandlungsform. Vereinzelt treten jedoch folgende Nebenwirkungen auf:
  • Schmerzen während der Behandlung
  • Selten kurzfristige Schmerzen bzw. Beschwerdeverschlechterung nach einer Behandlung durch Reizung des Gewebes  (1-2 Tage)
  • Lokale, vorübergehende Hautrötung oder kleine Blutergüsse.
 
Durch das starke Klopfen und den Druck des Handstückes auf den Körper wird die Behandlung nicht als angenehm empfunden, anders können die Schallwellen aber nicht wirkungsvoll eingebracht werden. Die während der Behandlung empfundenen Schmerzen werden zudem, je nach Verfassung vom Patienten sehr gut toleriert.

Was sind radiale Stosswellen?  

Radiale Stosswellen sind mechanisch erzeugte Druckwellen, welche sich als Schallwellen über die Hautoberfläche in das Gewebe hinein ausbreiten. In zahlreichen Studien konnte die Wirksamkeit, nach den Kriterien der sogenannten evidenzbasierten Medizin nachgewiesen werden.

 

 
 
Die Wirkung der Stosswellentherapie

Durch die eingebrachte Energie der Schallwellen werden in unseren Zellen „molekularbiologische Antworten“ ausgelöst:

  • Verstärkte Freisetzung der Substanz P
Radiale Stosswellen bewirken die Ausschüttung von zahlreichen Substanzen, die als Botenstoffe im Körper verschiedene Reaktionen auslösen. Einer dieser Stoffe ist der Schmerzmediator und Wachstumsfaktor Substanz P. Radiale Stosswellen verstärken seine Freisetzung. Dies führt zum einen zu einer Schmerzverminderung und zum anderen zu einer Erweiterung der Blutgefässe, zu einer verstärkten Durchblutung und zum Beispiel zu einer Knochenneubildung.
  • Hemmung des Enzyms COX II
Radiale Stosswellen können Entzündungsmediatoren wie COX II hemmen und induzieren damit einen antiphlogistischen Effekt. Dies führt zu einer Abschwächung entzündlicher Prozesse.
  • Aktivierung der zellulären Abwehr
Durch die Freisetzung freier Radikale werden körpereigene zelluläre Abwehrmechanismen gestärkt - der Körper beginnt sich wieder aktiv gegen seine Erkrankung zu wehren.
  • Hyperstimulation von Nervenfasern
Radiale Stosswellen bewirken eine Hyperstimulation von Nervenfasern. Aufsteigende Schmerzreize werden durch Überstimulation von Nervenfasern blockiert und führen so zu einer Verstärkung der analgetischen Wirkung, Gate-Control-Theorie.

 

Grundsätzlich gibt es mehrere Wirkmechanismen, die eine Knochenheilung, einen Kalkabbau, eine Stoffwechselsteigerung und eine Schmerzreduktion zum Beispiel an Triggerpunkten bewirken:

  • Für die Knochenneubildung werden durch die hohen Energien, die beim Auftreffen der Schallwelle frei werden, die Osteoblasten (knochenbildende Zellen) angeregt. Somit kommt es zu einer vermehrten Knochenneubildung und zu einem erhöhten Mineralisationsgrads des Knochens. Dies wird beispielsweise bei Pseudarthrosen (nicht heilenden Brüchen) oder auch bei Knochennekrosen (abgestorbenen Knochenanteilen) genutzt.
  • Zum Kalkabbau wird die Stoßwellentherapie insbesondere bei der so genannten Kalkschulter (Tendinitis calcarea) eingesetzt. Hierbei muss man sich die Verkalkung jedoch nicht fest, sondern eher wie getrocknete Zahnpasta vorstellen. Durch die ESWT wird diese Verkalkung zerstört. Die dabei entstehenden zerkleinerten Kalkbestandteile werden aufgrund der gleichzeitig entstehenden Durchblutungsförderung und verbesserten Sauerstoffversorgung des Gewebes anschließend auch schneller abgebaut bzw. abtransportiert.
  • Außerdem verursacht die ESWT Mikroläsionen (mikroskopisch kleine Beschädigungen) im Gewebe. Dies bewirkt eine deutliche Stoffwechselsteigerung durch Verbesserung der Durchblutung, die speziell an Sehnenansätzen zu einer Unterbrechung der Entzündung und einem verbessertem Abtransport von schädlichen Stoffwechselprodukten führt.
  • Ferner werden Botenstoffe und Enzyme aktiviert, die u.a. zur Bildung neuer Blutgefäße führen und somit bewirken, dass erkranktes Gewebe besser durchblutet wird und schneller abheilen kann. Dieser Effekt kann so von keiner anderen Therapieform erreicht werden.
  • Letztlich bewirkt die Stoßwelle eine Schmerzreduktion in dem behandelten Areal. Dies geschieht einerseits durch den Untergang von freien Nervenendigungen, zum anderen durch eine Überstimulation der Schmerzverarbeitung, so dass die eigentlichen Schmerz-empfindungen nur noch vermindert wahrgenommen werden (Gate-Control-Theorie). Dies ist bereits während der Behandlung spürbar, so dass gesteuert durch den subjektiven Schmerz des Patienten die Energie stufenweise erhöht werden kann.


 
 
 
 
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